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Der Gastroenterologe und sein Praxisalltag

Der Gastroenterologe ist in der Regel Facharzt für Innere Medizin mit der Zusatzbezeichnung Gastroenterologie. Die Gastroenterologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin und befasst sich mit der Diagnostik, der Therapie und der Vorsorge (Prävention) von Erkrankungen des gesamten Magen-Darm-Traktes und der Leber. Der Internist als spezialisierter Gastroenterologe ist zuständig für alle Verdauungsorgane, wie zum Beispiel Speiseröhre, Magen, Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse. Zentraler Stellenwert bei der Vorsorge und der Diagnostik von Störungen der Verdauungsorgane besitzt die Spiegelung von Dickdarm und Magen (Endoskopie).

Nicht jeder Arzt darf Spiegelungen des Dickdarms oder Magens durchführen. Um in der Kassenärztlichen Vereinigung für die Endoskopie des Darmes zugelassen zu sein, muss ein Arzt heute als Grundvoraussetzung mindestens 200 Darmspiegelungen (Koloskopien) und die Entfernung von mindestens 50 Darmpolypen pro Jahr vorweisen können.
Strenge Richtlinien gelten auch hinsichtlich der Hygiene. Dazu gehört derzeit die ½-jährliche Durchführungen von bakteriologischen Untersuchungen, überwacht durch die Kassenärztlichen Vereinigung. Ebenso sind hohe Standards bei der Ausrüstung und den räumlichen Gegebenheiten zu erfüllen, bevor die Genehmigung zur Darmspiegelung (Koloskopie) vergeben wird. Zur Diagnose solcher Erkrankungen nutzt der Gastroenterologe verschiedene Untersuchungsmethoden. Dazu zählen vor allem die Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes sowie endoskopische Verfahren wie Magenspiegelung (Gastroskopie), Darmspiegelung (Koloskopie) und Bauchspiegelung (Laparoskopie). Während einer Endoskopie können bei Bedarf auch kleinere Eingriffe durchgeführt werden. Der Gastroenterologe kann dabei zum Beispiel Gewebeproben entnehmen (Biopsie), Darmpolypen entfernen oder verengte Gallenwege erweitern.